26. Februar 2019 13.00 – 16.00 Uhr
Haus Buche
 
Sexualbegleitung, Sexualassistenz und Sexualberatung für Menschen mit Behinderung

Themenspektrum:
  • Sehnsucht nach körperlicher Nähe
  • Qualifizierte Sexualbegleitung / Sexualassistenz
  • Sexspielzeuge, Sexpuppen, Sexroboter: neue Möglichkeiten?
  • „Ich möchte doch nur kuscheln…“

Kursleitung:
Mary-Maren Herrmann
Qualifizierte Sexualbegleitung / Sexualassistenz

Dipl.-Soz.päd. Mario Kulisch
Sexualberatung (DGfS)

12. März 2019 9.00 – 16.00 Uhr
Haus Buche
 
Sozialraumorientierung – Leitkonzept der Eingliederungshilfe

Die Sozialraumorientierung gilt seit den 1970er Jahren als handlungsleitendes Prinzip in den verschiedensten sozialen Arbeitsfeldern. Sie ist Ausdruck einer Perspektive, die verschiedene theoretische und methodische Blickrichtungen integriert und weiterentwickelt, wobei die Lebensweltorientierung, Personenzentrierung und die Gemeinwesenarbeit einen besonderen Stellenwert einnehmen. Der Ansatz richtet den Fokus nicht einseitig auf die Arbeit mit dem Individuum, sondern bezieht die Ressourcen der Gemeinde bzw. des Stadtteils und seiner Menschen mit ein. Ausgehend von den individuellen Bedürfnissen und Interessen strebt sozialräumliches Arbeiten die Verbesserung der Lebenssituation und der Möglichkeiten zur Teilhabe am Leben in der Gemeinde/ Gesellschaft an. Dieses Seminar verdeutlicht die Grundlagen, Hintergründe und Grundprinzipien dieses Fachkonzepts und zeigt auf, welche Chancen und konkrete Ansätze sich daraus für den Bereich der Eingliederungshilfe ergeben.

Inhalte

  • Grundlagen, Grundprinzipien und Hintergründe des Fachkonzepts Sozialraumorientierung
  • Chancen und Herausforderungen der Sozialraumorientierung in der Praxis
  • Sozialraumorientierung als Handlungsansatz zur Umsetzung der Inklusion (UN-BRK und BTHG)
  • Handlungsansätze und Ideen für die eigene Praxis

Kursleiterin:
Dipl.-Soz.päd. Carmen Badura

02. April 2019 9.15 – 15.45 Uhr
Haus Buche
 
Kommunikation fördern

Durch die neuen Medien, die auch Menschen mit Behinderungen tagtäglich beobachten, wird auch bei ihnen ein Interesse am Umgang mit Handy oder Tablet-Computer (Notebook) erzeugt. Dieses Interesse für die Kommunikationsförderung zu nutzen und damit neue Wege zur Wissensaneignung oder zum Informationsaustausch mit anderen zu eröffnen, sollte ein Anliegen der Betreuungsarbeit sein.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Vorstellung von Kommunikationshilfen zur Kommunikation über Symbole
  • Kommunikationsanbahnung mit Handy oder iPad
  • Lern- und Förderprogramme zur Verbesserung von Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit
  • Lese- und Schreibförderung bei Anfangskenntnissen der Schriftsprache

Der Vortrag enthält vielfältige Anwendungsbeispiele. Zusätzlich können einige vorgestellte Geräte/Programme selbst genutzt werden, um deren mögliche Anwendung für Bewohner zu beurteilen. Es wird gebeten, mit der Anmeldung zur Veranstaltung einen Schwerpunkt zu benennen, auf den im Vortrag nach Möglichkeit eingegangen werden soll.

Kursleiterin:
Dr. Elisabeth Seveke 
Kommunikations- und Computerhilfen, Dresden

13. Mai 2019 9.00 – 16.00 Uhr
Haus Buche
 
Auseinandersetzung mit Pädophilie, Pädosexualität und Präferenzbesonderheit

Pädophilie ist die sexuelle Ansprechbarkeit durch das kindliche (vorpubertäre) Körperschema, was sich auf Jungen oder auf Mädchen, aber auch auf beide Geschlechter richten kann. Der Begriff sagt lediglich etwas über die sexuelle Ausrichtung der Personen auf das präferierte (kindliche) Entwicklungsalter begehrter Sexualpartner aus und nicht darüber, ob entsprechende Wünsche in Verhalten umgesetzt werden. Die Diagnose Pädophilie darf erst ab dem 16. Lebensjahr vergeben werden. Deshalb wird bei Jugendlichen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, stattdessen von „sexueller Präferenzbesonderheit“ oder „sexueller Ansprechbarkeit“ gesprochen. Die Betroffenen sind nicht schuld an ihren sexuellen Gefühlen, aber sie sind verantwortlich für ihr sexuelles Verhalten. Wenn es zu konkreten sexuellen Handlungen eines Erwachsenen vor, an oder mit einem Kind kommt, wird dies als Pädosexualität bezeichnet. Diese sexuellen Missbrauchshandlungen können, müssen aber nicht auf eine Pädophilie zurückgehen. Der Grundsatz lautet: Niemand ist verantwortlich für die eigene sexuelle Neigung, aber jeder ist sehr wohl verantwortlich für das eigene Verhalten. (Quelle: PPJ)

Kursleiter:
Dipl.-Päd. Torsten Kettritz
Selbständiger Honorardozent

24. Juni 2019 13.00 – 16.00 Uhr
Haus Buche
 
Einführung in die Methoden und Möglichkeiten systemischer Supervision

Supervision im professionellen Arbeitsalltag... dient dem Perspektiv-wechsel, kann entlastend wirken – neue Sichtweisen und Handlungs-alternativen möglich machen. Durch Supervision kann es gelingen, besser für sich selbst zu sorgen. Der kollegiale Austausch mit anderen regt neue Gedankengänge an, unterstützt Teamprozesse und trägt oft deutlich zu einer Qualitätssicherung der eigenen Arbeit bei.

An diesem Tag erhalten Sie einen Einblick in Methoden der Supervision und können mögliche Effekte selbst erleben. Es ist selbstverständlich, dass wir mit Inhalten vertraulich und wertschätzend umgehen und dass sich jeder soweit einbringen kann, wie es persönlich passend ist. Gern sind Fallbeispiele aus dem Arbeitsalltag willkommen.

Kursleiterin:
Dipl.-Soz.päd. Annett Gehres

Systemische Supervisorin (DGSF) FamThera-Institut

24. September 2019 9.00 – 16.00 Uhr
Haus Buche

„Bundesteilhabegesetz – was verändert sich?“
Informationen der wichtigsten Neuerungen

Das Gesetzgebungsverfahren zum Bundesteilhabegesetz, zum Pflegestärkungsgesetz III und zum Regelbedarfsermittlungsgesetz ist mit den Beschlüssen von Bundestag und Bundesrat abgeschlossen. Damit treten die Regelungen nun in den nächsten Jahren nach und nach in Kraft.
Insgesamt sind in dem Gesetzespaket zahlreiche Veränderungen der Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderung erhalten. Manche Veränderungen stellen ein Systemwechsel dar:
So wird die Eingliederungshilfe nun im 2. Teil des Sozialgesetzbuches IX-Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung – geregelt und nicht mehr im Bereich der Sozialhilfe.

Kursleiter:
Dipl.-Soz.päd. Roland Frickenhaus
Referent Soziale Teilhabe
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband
LV Sachsen e.V.

29. Oktober 2019 9.00 – 15.00 Uhr
Haus Buche

Workshop Personenzentrierte Teilhabeplanung
Aspekte zur Einführung in den ITP

Themenspektrum:

  • Vorstellung des Instrumentes ITP
  • Formulierung von Zielen und Indikatoren (ICF-Konzept)
  • Einschätzungen von Fähigkeiten, Beeinträchtigungen und Umfeldhilfen
  • Methodisches Vorgehen mit Übungen
  • Überblick / Ergänzungsbögen zum ITP
  • Praxisbeispiele im Kontext

Moderatoren:
Mario Kulisch
Kathrin Zimdahl
Isabel Gerhardt

Zusatztermine werden noch zu folgenden Themen angeboten:

  • Umgang mit und Anwendung von Medikamenten
  • „Von der Provinzial-Irrenanstalt Altscherbitz zur Wohn- und Lebensgemeinschaft mit Behinderung“ - Eine Zeitreise von 1876 bis heute
  • Abschiednahme – mit Ritualen das Lebensende würdevoll gestalten (Seminarort: Leipziger Hospiz- und Palliativakademie)

Informationen

  • Die Kursangebote finden in der Wohn- und Lebensgemeinschaft statt
    (wenn nicht anders ausgewiesen)
  • Die Anmeldung erfolgt bei der Leitung der Wohn- und Lebensgemeinschaft
  • Der jeweilige Anmeldeschluss ist eine Woche vor Kursbeginn
  • Die Teilnahme wird mit einer Teilnahmebescheinigung dokumentiert
  • Die Weiterbildungsveranstaltungen sind für Kolleginnen und Kollegen der Wohn- und Lebensgemeinschaft kostenfrei (Bildungsgutschein)

Kosten für Gäste
Tageskurs: 40,-Euro
Kleiner Kurs 20,-Euro

Bleiben Sie neugierig…